Organist Leo Fröba nach 55 Jahren Orgelspiel verabschiedet

                   

Die katholische Pfarrei Buchbach mit der Filialkirche Tettau durften den langjährigen Organisten Leo Fröba nach 55 Jahren in den wohlverdienten Ruhestand verabschieden. Im Gottesdienst dankten viele Rats- und Gremienvertreter, sowie Pfarrer Cyriac Chittukalam Leo Fröba für seinen Dienst für die Gläubigen in der Rennsteigregion.

Pfarrer Cyriak Chittukalam erinnerte daran, als er vor drei Jahren als neuer Pfarrer von Buchbach Leo Fröba mit den anderen Organisten kennen gelernt habe. Leo Fröba bezeichnete er als gläubigen und sympathi-schen Mann, der das Orgelspiel nicht nur wegen Spaß oder als Verpflichtung ansah, sondern als eigenen Gottesdienst vor dem Herrn feierte. 55 Jahre spielte er in den verschiedenen Kirchen des oberen Franken-waldes, half aus, wann immer es ging. Taufe, Hochzeiten, Beerdigungen oder Gottesdienste seien ohne Orgelspiel leer. Das Orgelspiel lasse das Volk Gottes lebendig, ja mit Orgel und Gesang doppelt lebendig werden, die Liturgie der Kirche erstrahlen und den Gläubigen Freude und Kraft zuströmen. Wer singt, betet doppelt. Leo Fröba habe sich mit dem gottgegebenen Talent den Respekt aller Geistlichen in der Rennsteig-region erworben. Pfarrer Cyriak Chittukalam dankte für das langjährige Wirken und überreichte die Dankes-urkunde von Erzbischof Dr. Ludwig Schick, die er verlas.

Kirchenpflegerin Margit Rebhan resümierte, dass Leo Fröba einer musikalischen Familie mit zehn Geschwis-tern entstamme und von denen drei Geschwister als Organisten tätig wurden. Leo Fröba habe sich ohne Orgelunterricht selbst sein Können angeeignet und durch Fleiß und Übung dieses Können ausgebaut. Als Organist war er oft der 15. Nothelfer mancher Pfarreien. Stolz könne man in Buchbach sein, dass man nie ohne musikalische Umrahmung beim Gottesdienst auskommen musste. Sie sah es als Ehre und Pflicht an, im Namen der Kirchenverwaltung und Kirchenstiftung Dank und Vergelt´s Gott zu sagen und überreichte ein Weinpräsent.

Benjamin Baier, erster Nachfolger der Organistenfamilie Fröba, stellte fest, dass Leo Fröba und seine Schwester Friedel (die sich bereits vor wenigen Jahren aus dem Dienst zurückgezogen hatte) sechzig Jahre lang die Kirchen mit Klang erfüllt haben. Für ihn war es als kleiner Steppke ein ganz besonderes Erlebnis, bei Friedel und Leo - als die Orgelbank noch in der Kirche unten stand – mit auf der Orgelnbank zu sitzen und dem Orgelspiel der beiden zuschauen zu dürfen. Mit Engelsgeduld haben sich beide um den Nachwuchs gekümmert. Die Pfarreien Buchbach und Tettau haben mit Marcel Ruß und ihm gegenüber anderen Pfarr-gemeinden einen Lichtblick an Orgelspielern.

Die Buchbacher Pfarrgemeinderatsvorsitzende Kerstin Grüdl bedankte sich für 55 Jahre Kirchendienst und wünschte ihm: „Gottes Schutz und Segen auf all Deinen Wegen!“

Für die Filialkirche Christkönig Tettau dankte Karl Rothlauf dem „Cheforganisten“ Leo Fröba für sein Vorbild und sein Pflichtbewusstsein. Leo Fröba habe seine Aufgabe stets mit viel Hingabe erfüllt. „Vergelt´s Gott“ sagte er im Namen des Pfarrgemeinde- und Kirchenrats  Tettau und wünschte Leo Fröba für den wohlver-dienten Ruhestand vor allen Dingen Gesundheit und überreichte als Dankeszeichen einen Gutschein für einen Tettauer Restaurantbesuch.

Text und Fotos Uwe Zipfel                                                                                    Buchbach,02.01.2018