„Auch ihr habt Verantwortung“

Über 500 Teilnehmer kommen zur Diözesan-Seniorenwallfahrt nach Buchbach

Zu allererst begrüßten die Kindergartenkinder den hohen Besuch

Mit Bussen und privaten Pkw, aus der nahen Umgebung und von weit her waren sie in den Frankenwald gekommen – die Seniorinnen und Senioren aus dem ganzen Erzbistum. Buchbach mit seiner Pfarrkirche
St. Laurentius, im Volksmund auch „Dom des Frankenwaldes“ genannt, war das Ziel der Diözesan-Senioren-wallfahrt, die in diesem Jahr unter dem Motto „Ich will Euch Zukunft und Hoffnung geben“ stand.

Herr Pfarrer Cyriac Chittukalam heißt alle Gäste herzlichst willkommen

„Für unsere diesjährige Wallfahrt haben wir ganz bewusst als Ziel den Frankenwald gewählt“, so Rosalie Scherlein, die Diözesanreferentin für Seniorenpastoral im Erzbistum Bamberg im Gespräch mit dem Heinrichsblatt. Gerade diese Region habe mit großen Problemen zu kämpfen, gingen doch viele junge Menschen weg, um andernorts Arbeit zu finden, während die ältere Generation zurückbleibt.

„Doch die Menschen hier sind herzlich, kennen noch Zusammenhalt und sozialen Einsatz“, sagt Scherlein. Und es gebe ehrenamtliches Engagement, das Mut für die Zukunft mache. Dies wolle man unterstützen.

Und so zeigte sich Erzbischof Ludwig Schick erfreut darüber, dass über 500 Seniorinnen und Senioren den Weg nach Buchbach gefunden haben, um gemeinsam den Festgottesdienst am Vormittag zu feiern.
Und er betonte, dass er immer wieder gerne in den Frankenwald, „eine der schönsten Gegenden unseres Erzbistums“, komme. Schick: „Die Menschen hier sind kräftig und knorrig, aber auch sehr liebenswürdig
und gastfreundlich.“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Seine Exellenz, H.H. Erzbischof Dr. Ludwig Schick am Ambo

Zu Beginn seiner Predigt betonte der Bamberger Erzbischof, dass es heute noch wichtig sein müsse, das Alter zu ehren, so wie es einst zu den Grundprinzipien der Erziehung gehörte. „Dieses Grundprinzip muss auch weitergelten“, konstatierte Schick und verwies in diesem Zusammenhang auf den Pastoralplan der Erzdiözese, in dem die Seniorenarbeit als eine Aufgabe der Pastoral niedergeschrieben ist. Erzbischof Ludwig: „Als Erzdiözese möchten wir einen Beitrag leisten, dass es auch weiterhin gilt und im Bewusstsein bleibt, das Alter zu ehren.“

So sei und bleibe die diözesane Seniorenwallfahrt ein fester Bestandteil im Jahreskreis. In diesem Zusam-menhang dankte der Erzbischof Rosalie Scherlein als Diözesanreferentin und allen Verantwortlichen in der Seniorenarbeit für ihre wichtige Tätigkeit.

In den Mittelpunkt seiner Predigt stellte der Bamberger Oberhirte den heiligen Antonius, an dessen Gedenktag die Wallfahrt stattfand. Nach Schicks Worten werde Antonius als der „Heilige der Schlamper“ verehrt, werde angerufen, wenn etwas verloren gegangen ist mit der Bitte, dass man es wiederfindet.

„Der heilige Antonius kann uns aber auch helfen, uns zu erinnern, wiederzufinden und wiederzubringen,
was für unsere Gesellschaft und unser Miteinander wichtig ist“, konstatierte Erzbischof Ludwig. Durch drei Charakteristika zeichne sich der Heilige besonders aus: Er liebte Jesus Christus, er war begeistert von der Heiligen Schrift und er war ein Freund der Natur.

Bei der Agabe nach dem Gottesdienst spricht der Oberhirte mit seinen Gläubigen

So wie einst der hl. Antonius den Franziskanern die Schrift auslegte, so sollten heute nach Schicks Worten die Senioren ihren Kindern und Enkeln dabei helfen, die Heilige Schrift wieder besser kennenzulernen, „damit wir in unseren Traditionen leben“. Auch sollten die Senioren die Ideale, wie sie in den 10 Geboten nieder-geschrieben sind, weitergeben, damit sie in der Gesellschaft von heute eine Selbstverständlichkeit seien. Dazu gehöre auch der Schutz und die Bewahrung der Schöpfung.

„Denkt daran, dass auch ihr Verantwortung habt“, rief der Erzbischof den Senioren zu. „Wenn wir die Heilige Schrift lieben und sie auch an unsere Kinder und Enkel weitergeben, dann tragen wir zur Zukunft und Hoffnung der nachfolgenden Generationen bei.“   

                                                                       Andreas Kuschbert / Heinrichsblatt Bamberg