Firmung 2016 in St. Laurentius Buchbach

Das hl. Sakrament der Firmung spendete Seine Exellenz, der hochwürdigste Herr Weihbischof Herwig Gössl 18 Firmlingen aus dem Pfarreienverbund Rennsteig.

Die geräumige Kirche bot genügend Platz für alle Firmlinge mit ihren Paten, Angehörigen und sonstigen Gottes-dienstbesuchern.

Der Herr Weihbischof zelebrierte zusammen mit Herrn Dekan Thomas Hauth, dem Neupriester Sebastian Schiller aus Windheim und dem Ortsgeistlichen, Pfarradministrator Cyriac Chittukalam den Firmgottesdienst, umrahmt vom Singkreis Buchbach, unter der Leitung von Karolin Zipfel und Herrn Benjamin Baier an der Orgel.

Weihbischof Gössl sagte in seiner erbaulichen Predigt: „Es gibt einige Dinge, die ich vermisse, seit ich nicht mehr Pfarrer bin. Zu diesen Dingen gehört das alljährlich stattfindende Zeltlager.
Ein fester Programmpunkt an jedem Tag, bzw. Abend, war das Lagerfeuer. Wenn es angezündet wurde, zog es alle an. Da musste man nicht sagen: Jetzt kommt alle zum Lagerfeuer! Jeder kam von selbst. Das Feuer war die natürliche Mitte des Lagerplatzes. Man saß um das Feuer, es wurde gesungen, es wurden Witze erzählt und es wurde viel gelacht.
In dieser besonderen Atmosphäre der Stille um das knisternde Feuer ergaben sich auch ernsthafte, tiefe Gespräche. Da ging es plötzlich auch um Lebensfragen und auch um Glaubensthemen. Stundenlang konnte ich dem Feuer zuschauen, die Kraft bewundern, das Licht spüren und natürlich die Wärme. Das Feuer brannte die ganze Nacht und man konnte dort richtig Wärme auftanken und mitnehmen, wenn man auf Nachtwachenposten ging oder in den Schlafsack. Eine Zeltlager-Nacht ohne Lagerfeuer – das geht nicht! Da fehlt die Mitte, da wirkt alles irgendwie verlassen und ausgestorben.
Warum erzähle ich das so ausführlich? Weil Feuer eines der Bilder für den Hl. Geist ist, den Ihr heute im Sakrament der Firmung empfangen dürft.
So wie das Feuer ist der Hl. Geist: mächtig und kraftvoll – energiegeladen. Er treibt uns müde Christen immer wieder an, Gutes zu tun, auch wenn das oft anstrengend ist und schwer fällt. Aber es macht Sinn, viel mehr Sinn als müde herumzuhängen und sich dauernd über dies und das zu beklagen. Die Energie, die ich aus christlicher Überzeugung in das Gute stecke, die ersetzt der Hl. Geist mit seiner Kraft. Er schenkt Zufriedenheit und Freude.
Dass ich einen Sinn in meinem Leben entdecken kann. Dazu hilft der Hl. Geist.
Er gibt uns Kraft, Sinnvolles zu tun, d.h. vor allem für andere Menschen da zu sein, auch wenn es schwer fällt und vielleicht sogar richtig unangenehm ist. Er gibt uns Kraft, immer wieder neu anzufangen, zu verzeihen, großzügig zu sein. Der Hl. Geist ist eine unerschöpfliche Energiereserve. Sein Feuer will in uns brennen, damit wir niemals den Mut verlieren. Der Hl. Geist will uns aber auch zu einer Gemeinschaft verbinden. So wie sich alle um das Lagerfeuer versammeln, um Gemeinschaft zu erleben, die trägt, so versammelt der Hl. Geist uns zur Gemeinschaft der Kirche – zu einer weltweiten Gemeinschaft! Wo Gottes Geist am Werk ist, dort versammelt er seine Kirche – aus ganz unterschiedlichen Menschen zu einer Gemeinschaft. Gottes Geist zwingt nicht, sondern er lädt ein, und wo wir uns auf IHN einlassen, dort führt er uns in die Gemeinschaft der Kirche.
Denn Ihr empfangt nicht jede/r ihre/seine Portion Hl. Geist, sondern den einen Geist Gottes, der uns miteinander verbindet. In dieser Gemeinschaft um das Feuer des Hl. Geistes können wir Wärme auftanken, die wir brauchen in unserer oft so kalten und hartherzigen Welt. Ihr empfangt den Geist des Herrn Jesus Christus. Er liebt Euch und schenkt Euch ewiges Leben. Der Hl. Geist will Euch helfen, als Christen zu leben und in dieser Welt zu wirken. Lasst Euch darauf ein und spürt jeden Tag neu das Feuer, das von ihm ausgeht und das in Euch brennen will!“

Rege Unterhaltung mit den Mitarbeitern von Herrn Pfarrer Cyriac Chittukalam nach dem Gottesdienst

Viele Gläubige suchten das Gespräch mit dem Herrn Weihbischof

Der Pfarrgemeinderat Buchbach lud auch die Gottesdienstbesucher zu einem Umtrunk ein